
DAS BFB STELLT SICH VOR.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesamtes für Bekleidung (BfB) und die zahlreichen Auslandsvertretungen beschäftigen sich rund um den Globus mit Phänomenen der Modebranche. Dabei werden konsumbefreiende Analysen erstellt und Beiträge zur Bewältigung internationaler Modekrisen koordiniert. Zu den wichtigsten Aufgaben gehören sowohl die Regulierung der Mitläuferschaft, die Förderung des internationalen Bekleidungskulturaustausches, sowie die Kontrolle der modischen Gleichschaltung. Das Bundesamt für Bekleidung ist mobil und tritt an mode-orientierten Orten auf, um auf Missstände hinzuweisen und seine Arbeit transparent zu machen.
DAS BFB GEHT DER STÖRUNG AUF DEN GRUND.
Das Verhalten der Konsumenten ist gestört. Das kontinuierlich wachsende Angebot erhöht die Nachfrage und den damit einhergehenden Konsum. Symptome wie krankhaftes Einkaufen, zwanghaftes «im Trend sein» und irritierte Selbstwahrnehmung treten auf. Das BfB deckt auf, dass dieses Fehlverhalten durch die Propaganda sowie die Vermarktung der Mode begünstigt wird. Die BfB-Abteilung für Konsumverhalten stellt mit Entsetzen fest, dass Bekleidung bedenkenlos und fahrlässig eingekauft wird. Dadurch produziert jede Person im Durchschnitt über 15 Kg Altkleider pro Jahr – Tendenz steigend.
Die Bekleidungsindustrie ist von der Kurzlebigkeit der Produkte und unnötigem Materialverschleiss geprägt. Die Produktionskosten der westlichen Markenfirmen und Warenhausketten sind in den letzten Jahren um 30% und mehr gesunken. China verkaufte seine Kleider in die EU innerhalb von 2 Jahren teilweise um 58% günstiger. Kurzum, Qualität und Beständigkeit weichen dem Credo «Je günstiger, desto besser». Der Begriff «Fast-Fashion» bringt diese Entwicklung auf den Punkt.
Kleidung wird aus Platzmangel, Überdruss, sowie schlechter Qualität ausgesondert und türmt sich zu Bergen. Im Durchschnitt sind 30% bis 40 % der weggeworfenen Kleider noch absolut tragbar. Mit gutem Gewissen wird der «Ballast» über Kleidersammlungen abgeschoben. Bereits über 70% der Weltbevölkerung trägt Secondhand-Kleider. Die Kleiderberge werden allerdings nur verschoben, nicht aufgehoben – mit folgenschweren Auswirkungen für das globale Umfeld. Weltweit sind rund 1‘250’000 Tonnen Post-Konsumabfall zu bewältigen.
DAS BFB HAT GENUG.
Das Unverständnis des Bundesamtes gegenüber der Kurzsichtigkeit und Ignoranz der Konsumenten ist gross. Akuter Handlungsbedarf ist verlangt. Das Ziel der BfB-Abteilung für Konsumdelikte ist es, den Konsumenten mit seinem Verhalten und den negativen Auswirkungen von Fast-Fashion zu konfrontieren. Beispielsweise mit der Tatsache, dass in einem konventionellen Shirt 150 Gramm Pestizide stecken. Kontrolle und Überwachung des gesamten Bekleidungszyklus sind unabdingbar.
Das BfB appelliert an das Bewusstsein der Konsumenten. «Heute Trend morgen Abfall» oder «Kann man Charakter kaufen?» «Können Schuhe glücklich machen?». Das BfB versieht Modeplakate mit diesen Aussagen als Prävention gegen Überkonsum. An Kleidern angebrachte BfB-Warnetiketten bewahren vor fahrlässigen Kaufentscheiden. In Modemagazinen verweist das BfB auf die inhaltliche Leere und die strategische Manipulation zur Verkaufsförderung. Als Symbol des unaufhörlichen Konsums, häuft das BfB an zentraler Lage Kleider an. Ein überquellender und störender Berg türmt sich auf.
DAS BFB UNTERSTÜTZT BETROFFENE.
Die Abteilung für Konsumtherapie bildet die Schnittstelle zur Öffentlichkeit. Dank einer genauen Konsumanalyse, kombiniert mit Messverfahren und Tiefengespräch, wird eine Behandlung der fehlgeleiteten Verhaltensweisen und der krankhaften Nebeneffekte des Konsums ermöglicht. Dabei unterscheidet das Bundesamt verschiedene Gruppen von Konsumenten.
Das BfB bietet Ihnen gerne persönliche Beratungsgespräche an. Informationen über das BfB und über Fast-Fashion erhalten Sie direkt bei uns. Zudem verfügt unsere Abteilung über ein breites Angebot an Produkten, die Sie auf ihrem Weg zu einem gemässigten Konsumverhalten begleiten werden.
Besten Dank für Ihre Mithilfe

Die Abteilung Green Trend (AGT) des Bundesamtes für Bekleidung setzt sich seit Beginn ihrer Tätigkeit äusserst aktiv für einen umweltbewussten und ethischen Umgang mit Mode ein. Wir schwimmen an vorderster Front auf der Öko-Welle und kämpfen mit vereinten Kräften vor Ort für Nachhaltigkeit, Gesundheit, Fairness und Umweltschutz.
Mit grosser Freude beobachten wir, wie sich Dank unserer internationalen Hilfsarbeit ein substanzieller Wertewandel ereignet. Als Vorreiterin und Experte ist es nun die Aufgabe der AGT die breite Bevölkerung nicht nur über Trends wie G-Living, LOHAS und Öko-Chic zu informieren, sondern sie zu motivieren, aktiv ihren Teil zu der weltumspannenden, grünen Konsumrevolution beizutragen.

Premium Berlin, 26.01.2002, 10.00h, das Bundesamt für Bekleidung öffnet seine Türen. Die Beamtinnen und Beamten nehmen ihre Arbeitsplätze ein. Die folgenden drei Messetage ist der graue Büroalltag Programm. Trends werden analysiert, aussortiert, komprimiert und in eine neue Form gebracht. Die Dokumentation und die Archivierung ist ein wichtiger Teilbereich der amtlichen Arbeit in Berlin. Stündlich wächst das Archiv und interessierte Messebesucher und Hilfe suchende Modeopfer strömen auf den Stand des Bundesamtes. Die Beamten erläutern die Tätigkeitsfelder, machen auf beschlagnahmte Raubkopien aufmerksam und geben Führungen durch Büro und Archiv.
Der Besucher, irritiert und amüsiert, bewegt sich zwischen Sein und Schein des Bundesamt für Bekleidung. Gibt es das Bundesamt wirklich? Wer steht dahinter? Was wird hier gemacht? - die Irritation ist Programm und führt zum Erfolg. Hunderte Messebesucher aus über 15 Ländern besuchen über drei Tage den „schönsten Stand der Messe“ (Kommentar vieler Messebesucher) und profitieren von der amtlichen Aufklärungsarbeit auf Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch.
Anfragen von anderen Messen und Ausstellungen werden ans Bundesamt heran getragen. Redaktionen aus Mode und Life-Style begeistern sich für die Schweizer Institution und möchten über die weiteren Tätigkeiten des Amtes auf dem Laufenden gehalten werden. Der Bedarf an einer modisch regulierenden Institution scheint noch größer als erwartet und so arbeiten die Beamten und Beamtinnen intensiv daran weiter, Modeopfern und Menschen in Konsumnot beizustehen und zu helfen.
22- -24.01.2010, Hochschule für Künste Bremen outoforder2010.com
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